Autorin: Elisabeth Schwendner, Architektin und Mitglied der Steuerungsgruppe von Linz zu Fuß.

Wenn Menschen nicht sitzen oder liegen:  GEHEN oder laufen sie? Wann ist Gehen öffentlich und wann privat? Wo überall findet gehen statt?

Gehbewegung mit Beinen und Füßen ist ganzheitliche Körperbewegung. Gehbewegung ist wie selbstverständlich da und wird immer gefunden.

Ist es allen Menschen möglich, so selbstverständlich los zu gehen?

Gehen mit unterschiedlichen Gehhilfen, z.B. mit Rollstuhl, Gehstock, Krücken und Prothese, …, ist eingeschränktes Vorwärtskommen. Kontinuierliche Evaluationen aus speziellen „Gehblicken“ mit Wissen und Erfahrung von Betroffenen, sind für brauchbare, vorausschauende Erschließungskonzepte (hindernisfreie, brauchbare GEHflächen,- und Wege als Grundsatzpapier) bei neuen Baumaßnahmen generell untrennbar verbunden!

Beobachtungen, wie mitreißend-motorisierte Hochgeschwindigkeit von Straßen in GEHflächen schwappt- z.B. bei Übergängen an mehrspurig ausgebauten Fahrbahnen mit extrem kurzen Ampelschaltungen. Ansteigende „Geschwindigkeiten“ im Alltag und in KörperGEHbewegungen übertragen und verschiedenste Mängel in GEHflächen, machen unterschiedlichste „KinderGEHtransportgeräte“ zur Alltagsbewältigung,- und Versorgung von Nöten.  

Stehen Geherfahrung, mit Körperentwicklung und Erhaltung bei Kindern und jungen Menschen durch selbständig freie GEHbewegungen auf brauchbaren GEHflächen und öffentlichen GEHräumen in Verbindung? Sind Raumwirkung und Prägung zusammen denkbar?

Weshalb Füße auf den Boden setzen…, es lassen? GEHfahren und Gesundheit?

Wie Bewegung der Füße, über die Fußnerven Körperorgane vitalisieren – Leben erhalten?

Mobil durch „Linz zu Fuß“ – „wo gehengeht…und weshalb gehen nicht geht“ sind Versuche durch unterschiedliche GEHangebote Stadteile, Landschaften, Infrastrukturen, Industrien, öffentliche Räume, öffentliche Verkehrsmittel, … zu Fuß spontan und entschleunigt kennenlernen.

GEHer:innen mit ihren GEHlinien, Geschichten  und Blicken ermöglichen in GEHsprächen praktische neue Raumorientierung und Raumaneignung. Ferner wecken die Angebote Stadtinteressen für Stadtgeschichte, Stadtraumentwicklungen, bauliche Veränderungen, Austausch von Lebensrealitäten, Verständigung, … um in größeren Zusammenhängen Stadtleben in Linz anders wahrzunehmen, zu erzählen und zu verstehen.

„Für GEHfragen steht Zeit im Raum. Für autoGEHfragen steht StauRaum, unverhofft und nervigfremd laut vor Kühler, irgendwo da.zwischen“.

 

„Linz zu Fuß“ arbeitet initiativ aktiv als „Denk StadtGEHraum“, für nächste Generationen, für ALLE FÜSSE heute!

 

Titelbild von tabitha turner auf Unsplash